Was tun gegen HCB?

Im schönen Görtschitztal in Kärnten gibt es ein Problem. Das ganze Drama kann man hier nachlesen. Einen Bericht des Umweltbundesamtes gibt es hier.

Im Prinzip haben wir es mit einer großflächigen Vergiftung der Umwelt zu tun und allen daraus resultierenden Nachteilen.

Wie giftig ist HCB?*

HCB gehört zu den zwölf gefährlichsten Industriechemikalien überhaupt. Es kann u.a. Krebs auslösen, aber auch die Leber und das Hormonsystem beeinflussen. Es ist auch deswegen besonders gefährlich, weil es persistent (langlebig, schwer abbaubar) ist und sich in Organismen anreichern kann. Eine länger dauernde Aufnahme von jeweils geringen Mengen kann dabei problematischer sein als eine einmalige hohe Aufnahme.

Wie sieht es mit der Abbaubarkeit von HCB in der Umwelt und im Körper aus?*

HCB ist schwer abbaubar. Im Boden geht die Wissenschaft von einer Halbwertszeit von ca. 20 Jahren aus, das heißt, dass in 20 Jahren die Hälfte abgebaut ist.

Auch im Körper ist HCB schlecht, jedoch vermutlich besser als im Boden, abbaubar. Für eine Abnahme ist jedenfalls entscheidend, dass keine Neuaufnahme mehr erfolgt. In jedem Fall ist davon auszugehen, dass ein Abbau viele Jahre dauert.

Es ist davon auszugehen, dass die Halbwertszeit im Körper von der Konzentration abhängt. Das heißt, bei hohen Konzentrationen erfolgt der Abbau etwas schneller als bei niedrigeren Konzentrationen. Es mangelt hier leider an wissenschaftlichen Untersuchungen, um verlässlichere Angaben zu machen. Eine wirkvolle „Entgiftungsmethode“ ist nicht bekannt.

*Quelle: Greenpeace

Um es kurz zu machen.

Wir haben Proben aus einem Fluss entnommen, der durch das verseuchte Gebiet fliesst und diese mit verschiedenen GaNS-Sorten gemixt. Da es sich bei diesem GaNS ja um eine ganz spezielle Flüssigkeit handelt hatten wir uns eine Veränderung der Proben erwartet und wurden nicht enttäuscht.

Insgesamt haben wir 10 Proben durch ein Forschungslabor untersuchen lassen und stellen den Ergebnisbericht hier zur Verfügung.

Von 10 Proben die getestet wurden sind in 3 Proben keine HCB Belastungen nachweisbar.

Mehr Details gibt es im englischen Originalbericht